Liebe Divenfans,
die Zeit rennt und rennt – der Oktober steht vor der Tür, Lebkuchen und Spekulatius sind bereits in den Supermärkten eingezogen und vergangen Samstag bestritten wir bereits unser fünftes Saisonspiel.
Doch unser Samstag begann nicht in der Sporthalle, sondern beim Standesamt. Denn unsere Motte hat ihren Robin geheiratet! Und dabei haben wir doch gefühlt gerade erst gemeinsam Mottes 30. Geburtstag gefeiert und waren live beim Heiratsantrag dabei.
Natürlich ließen wir es uns als Mannschaft nicht nehmen, gemeinsam mit Blumen Spalier zu stehen und Motte und Robin ganz persönliche Glückwünsche mit auf ihren gemeinsamen Weg zu geben. Und ich glaube, man hat uns allen angesehen, wie sehr wir uns für die beiden gefreut haben. Ihr zwei – von Herzen wünschen wir euch nur das Beste! Ihr zwei habt es mehr als verdient, glücklich zu sein ❣️ Unser Mannschaftsfotograf Kai war selbstverständlich ebenfalls zur Stelle und hat dafür gesorgt, dass dieser besondere Moment nicht nur in unseren Köpfen bleibt.
Auf dem Weg nach Rosengarten legten wir noch einen Stopp beim Bäcker ein oder holten im Auto ein Wenig Schlaf nach. Luisa war schließlich bereits früh morgens bei Motte im Einsatz und hatte für die perfekte Frisur und das passende Make-up gesorgt.
In Rosengarten angekommen setzten wir den Fokus dann wieder voll und ganz auf Handball. Daniel holte sein grünes Buch heraus und begann seine Ansprache. Wer Mottes letzten Divenblick aufmerksam gelesen hat, erinnert sich an das besagte Buch. Motte – ich habe in Erfahrung bringen können, dass Daniel das Buch nach einem Strategie-Meeting von seiner Chefin bekommen hat. Für Ideen und Gedanken. Perfekt also für unsere Matchpläne. In seiner Ansprache hatte er auch direkt die passenden Worte parat. Die einzigen Blumen und Geschenke an diesem Tag gingen an Motte und Robin. Die Gegnerinnen sollten leer ausgehen. Schließlich hatten wir unsere Geschenke bereits verteilt. 😉
Und dann war da noch die große Wundertüte: Wer würde bei Rosengarten eigentlich auf der Platte stehen?
Die Antwort bekamen wir ziemlich schnell und deutlich zu spüren. Denn von Beginn an machten die Mädels, die aktuell auch in der 2. Bundesliga spielen, ordentlich Druck. Gerade in den Eins-gegen-Eins-Situationen hatten wir zunächst Probleme. Chancen hatten wir zwar auch, doch unsere Bälle fanden sich in den ersten Minuten eher an den Pfosten oder der Latte wieder. So stand es nach sieben Minuten bereits 7:2.
Aber genau das ist das Schöne an uns Elbdiven: Wir lassen uns nicht so schnell abschütteln. Egal, wer uns da gegenübersteht.
Stattdessen kämpften wir uns zurück ins Spiel. In der Abwehr wurde zugepackt, vorne wurde geduldig weitergespielt und mit zunehmender Spieldauer fanden wir immer besser Lösungen gegen die starke Rosengartener Mannschaft.
Aus einem zunächst schwierigen Start wurde ein Spiel, in dem wir wieder dran waren. Nach 30 Minuten war bei einem Spielstand von 19:17 wieder alles offen. Und genau dieses Gefühl liebe ich an Handball und vor allem an unserer Mannschaft: Wir können einen schlechten Start erwischen, können hinten liegen – und trotzdem ist nach wenigen Minuten alles wieder offen.
Das sah Daniel genauso, denn seine Halbzeitansprache lautete:
„Geil, dass wir noch 30 Minuten spielen dürfen.“
Dieses Gefühl haben wir mit auf die Platte genommen und glichen nach wenigen Minuten zum 19:19 aus. Wir haben weiter dagegengehalten und die zweite Halbzeit insgesamt ausgeglichen gestaltet. Immer wieder haben wir uns herangearbeitet und gezeigt, dass wir uns nicht einfach abschütteln lassen. Natürlich gab es auch Phasen, in denen Rosengarten wieder davonziehen wollte. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir uns aufgegeben hätten. Wir wollten dieses Spiel. Wir wollten die zwei Punkte. Und wir wollten vor allem am Ende sagen können, dass wir alles für uns selbst und für unsere Mannschaft gegeben haben. Und ich finde: Genau das haben wir.
Am Ende hat es leider trotzdem nicht gereicht und wir mussten uns mit 38:35 geschlagen geben. Aber wenn ich mir anschaue, gegen wen wir da gespielt haben und wie wir uns über 60 Minuten gewehrt haben, dann können wir definitiv etwas Positives aus diesem Spiel mitnehmen.
Daniel brachte es nach dem Spiel ziemlich treffend auf den Punkt: Es braucht eine Dreiviertel-Bundesliga-Mannschaft, um gegen uns zu gewinnen. 💪🏼 Und ganz ehrlich: Das darf man an dieser Stelle auch einfach mal so stehen lassen.
Luisa fasste das Ganze auf ihre eigene Art zusammen: „Ein positiver Erfolg für die Mannschaftskasse.“ Denn im Laufe des Tages durften Sabrina und ich die ein oder andere Strafe notieren. Joelle durfte sich beispielsweise zwei Minuten auf der Bank ausruhen. Wegen Schnatterns. 🦆 Wichtig: Nicht Meckern! Das ist ein Unterschied. Ein sehr wichtiger sogar. Wenn ihr wissen möchtet, wo genau die Grenze zwischen Schnattern und Meckern verläuft, fragt am besten direkt bei Joelle nach. Ich bin mir sicher, sie kann euch das sehr überzeugend erklären. 😂
Ein riesiges DANKE an alle, die uns nach Rosengarten begleitet und dort für ordentlich Stimmung gesorgt haben!
Wir freuen uns auf genau diese Stimmung am kommenden Sonntag bei uns in der Hasenberghölle!
Eure Anni
