Elbdiven kommen schleppend in die Partie und können den Schwung nach der Führung nicht bis zum Schlusspfiff mitnehmen.
Beim 7:3‑Rückstand in der 10. Minute musste Daniel Schwarz bereits die erste Auszeit nehmen. Zu leicht machten es seine Elbdiven dem Gegner, der meist ohne Gegenwehr durch die Deckung marschieren und leichte Tore durch Ballverluste machen konnte. Es kam aber nur sehr langsam Spielfluss auf und auch die Defensive zeigte noch nicht das, was sie konnte. Beim 13:6 war der Rückstand bereits auf 7 Tore angewachsen.
An Torchancen mangelte es nicht, aber die Verwertung war zum Haareraufen. Ab der 15. Minute ging es aufwärts. Das Team kämpfte, auch wenn noch nicht alles klappte. So schafften die Elbdiven beim 15:14 in der 26. Minute den Anschluss, der Ausgleich wollte aber noch nicht fallen. Bei der Halbzeitsirene betrug der Rückstand immerhin nur noch 2 Tore.
Die Devise für die 2. Halbzeit war klar. Chancen verwerten, miteinander spielen und die starke 1. und 2. Welle der Gastgeber unterbinden. Bis zur 40. Minute und einem 24:20‑Rückstand war die Aufholjagd noch nicht von Erfolg gekrönt. Technische Fehler und Passfehler verhinderten ein engeres Spiel.
Das Team von Trainer Daniel Schwarz raffte sich noch einmal auf und Cassandra Nanfack erzielte in der 43. Minute erstmals den viel umjubelten 24:24‑Ausgleich. Die Partie war wieder komplett offen und beide Teams spielten, nicht fehlerfrei, ein schnelles Spiel. Die erste Führung gelang dann in der 49. Minute und Michelle Hasemann und Melodi Gümüsdere brachten ihr Team sogar erstmals mit 2 Toren in Führung.
Die Auszeit der Gastgeber folgte prompt und Stodo verwandelte den 27:29‑Rückstand wieder in eine 30:29‑Führung. Joelle Gümüsdere gelang in der 59. Minute noch einmal der 32:32‑Ausgleich, aber dem Heimteam blieb es vorbehalten, 20 Sekunden vor Schluss in Führung zu gehen. Der letzte Freiwurf konnte nicht verwertet werden, sodass es bei der bitteren Niederlage blieb.
Stodo hatte sich gut auf das Spiel der Elbdiven eingestellt und sie ein ums andere Mal vor Probleme gestellt. Die Lauenburgerinnen haben heute eine zu lange Anlaufzeit gebraucht und konnten nur phasenweise zeigen, was sie spielen können. Es ist ärgerlich, gehört aber zu einem Auftaktmatch dazu. Das Team wird es in der Trainingswoche aufarbeiten, denn viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht. Am nächsten Wochenende steht das erste Heimspiel an, bei dem das Team ein anderes Gesicht zeigen und die ersten Pluspunkte gegen den AMTV Hamburg einfahren will.
