Am Wochenende des Sturmtiefs Elli mussten die Elbdiven im hohen Norden antreten. Das Rückspiel gegen Treia/ Jübek wurde zwar erst um 19:45 Uhr angepfiffen, aber die Lauenburgerinnen und ihre Fans machten sich bereits um 14:15 Uhr auf den Weg, um genug Puffer zu haben, falls es zu Verkehrsstörungen kommen sollte.
Der Busfahrer steuerte den Tross aber souverän nach Silberstedt, sodass Trainer Daniel Schwarz und sein Team fast 3 Stunden vor Anpfiff in der Halle waren.
Bei Spielbeginn merkte man den Elbdiven an, dass die lange Anfahrt noch in den Knochen steckte. Da auch das Heimteam nicht richtig in Tritt kam, dauerte es bis zur 5. Minute, ehe Treia zum 1:0 einnetzte. Talia Gümüsdere glich eine Minute später zum 1:1 aus, trotzdem überboten sich beide Mannschaften im auslassen klarster Möglichkeiten. In der 10. Minute stand erst eine 1:3 Führung der Elbdiven an der Anzeige und Lena Gansor-Kaatz konnte schon zwei 7-Meter halten.
Als die Gäste sich in der 21. Minute erstmals mit drei Toren absetzen konnten, schien der Knoten geplatzt zu sein, aber Treia blieb immer in Schlagdistanz und konnte zur Halbzeit beim 10:13 das Spiel offen halten.
Die ersten 30 Minuten schienen die Elbdiven zum Warmlaufen benötigt zu haben, denn sie kamen mit viel Energie und Zug zum Tor aus der Halbzeit. Die Fehler der Heimmannschaft wurden gnadenlos bestraft und beim 11:18 in der 39. Minute nahm Steffen Busch vom HC Treia Jübek seine Auszeit.
Diese schien gefruchtet zu haben und innerhalb von 10 Minuten konnte Treia mit einem 5:1 Lauf auf 16:19 aufschließen. Die Elbdiven vergaben zu viele freie Möglichkeiten und verschoben in der Defensive gegen die guten 1:1 Spielerinnen nicht mehr konsequent genug.
Cassandra Nanfack erlöste ihre Farben mit dem Siebenmeter zum 16:20. Treia konnte immer wieder auf drei Tore verkürzen, die Elbdiven verwandelten aber vorn auch wieder konsequenter. Als Talia Gümüsdere innerhalb von 48 Sekunden auf 19:24 stellte und noch etwas über zwei Minuten zu spielen waren, konnte die Lauenburger Bank und ihre lautstarken Fans auf der Tribüne aufatmen. Den Rest der Spiels ließen die Elbdiven austrudeln und feierten nach Schlusspfiff den 8. Sieg in Folge.
Trainer Daniel Schwarz zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit seinem Team und sprach von einem Sieg des Willens und der Geschlossheit, die das Team auszeichnet.
