Liebe Divenfans,
diese Woche erwartet euch ein etwas längerer Divenblick, denn unser Terminkalender war die vergangenen Tage voll. Gleich zwei Spiele standen für uns an.
Am vergangenen Dienstag ging es für uns zur späten Stunde nach Altona. Obwohl wir unser Heimrecht aufgeben mussten, gab es zumindest einen kleinen Trost: Unsere liebe Svea konnten wir wieder in die Arme schließen. Es ist immer wieder schön, dich zu sehen.
Bevor es für uns jedoch in die Kabine ging zum Umziehen, sorgte Luisa schon für Gesprächsstoff und gute Laune. Das Thema Essen spielte dabei eine große Rolle und wir fanden heraus, dass sie es anscheinend gewohnt ist, mehrere Liter Suppe zu kochen, wenn Leon mal krank ist. Da stellten sich einige schon vor, wie sie draußen an ihrer Feuerstelle steht und mit ihrem riesigen Kochlöffel am Topf steht und diese umrührt. Ich finde, es ist also eine gute Gelegenheit für eine Mannschaftseinladung zum Suppe essen 😉
Das Aufwärmen verlief konzentriert und wir waren motiviert die zwei Punkte zu holen. Um 20:30 Uhr wurde das Spiel angepfiffen, jedoch brauchten wir einige Zeit, um in das Spiel zu finden. Beide Teams machten viele technische Fehler und die ungewohnte Uhrzeit machte sich bemerkbar. Dass es sich um ein richtiges Punktspiels handelt, kam noch nicht bei allen an, hatte man das Gefühl. Nach 15 Minuten nahm Daniel die erste Auszeit und machte uns noch einmal klar, dass wir nun wach sein müssen. Die Absprachen in der Abwehr müssen besser werden und die Fehlwürfe sollen deutlich minimiert werden. Von da an wurden wir immer wacher und wir konnten uns einen kleinen Vorsprung von zwei Toren zum 13:15 erspielen.
Für die zweite Halbzeit war klar: Wir können es deutlich besser und wir wollen unseren Gegnern nichts schenken. Zwar spielten wir nicht fehlerfrei, aber die Mädels aus Altona hatten in der zweiten Hälfte keine Chance mehr. Wir zwangen unsere Gegner immer wieder zu Fehlern und erspielten uns im Angriff immer wieder schöne Chancen und konnten den Ball im Tor unterbringen. Am Ende stand ein ungefährdeter 23:39 Sieg für uns auf der Anzeigetafel.
Weiter ging es dann am Sonntag zu Gast beim AMTV Hamburg.
Die Ansage in der Kabine war klar: Die Gegnerinnen ordentlich nerven. Leider nervten wir uns zuallererst selber. Mit schnellen Aktionen ging der AMTV rasch in Führung, während wir fünf Minuten brauchten, um unser erstes Tor zu erzielen. Wir kamen einfach nicht ins Spiel! Die Abwehr war zu passiv und der Angriff lief überhaupt nicht rund. Wir trafen jede Seite der Pfosten und warfen die Torhüterin berühmt, doch irgendwie fand der Ball selten seinen Weg ins Tor. So stand es nach 15 Minuten 8:2. Frust über die eigene Leistung und auch über ein paar Schiedsrichterentscheidungen halfen dem Spiel auch nicht weiter. So wurde die erste Halbzeit auch für Daniel noch teuer, aber es füllte zumindest unsere Mannschaftskasse. 😉
Mit einem Stand von 14:8 für den AMTV ging es in die Halbzeitpause.
In der Kabine musste Daniel uns mit einer deutlichen Ansprache wachrütteln. Jeder spielte nur für sich alleine. In der zweiten Halbzeit musste wir wieder als ein Team auftreten und Vollgas geben.
Mit einem Rückstand von 6 Toren starteten wir in die zweite Hälfte. Aber, wie wir schon in Altona bewiesen hatten, bedeutet eine schlechte Halbzeit nicht gleich eine komplette Niederlage. Schritt für Schritt fanden wir in unser gewohntes Spiel zurück. Stetig verbesserten wir unsere Abwehr und endlich belohnten wir uns wieder mit Abschlüssen. Die Kehrtwende kam dann im letzten Viertel der Spielzeit. In kurzer Zeit kämpften wir uns auf ein Unentschieden heran. Luisa erzielte mit einem grandiosen Gegenstoß endlich den ersten Führungstreffer, so dass es nun 20:21 stand. Damit war das Eis endgültig gebrochen. Auf und neben dem Spielfeld kochte die Stimmung. Die Bank feuerte ordentlich an, Lisa und Melodi haben fast ihre Stimmen verloren. Die letzten 10 Minuten erreichten wir endlich die Geschwindigkeit und den Kampfgeist, den wir sonst zeigen. Dann Time-Out durch Daniel in der letzten Minute, ein starker 7-Meter durch Cassy, ein Tor durch Talia in letzter Sekunde und schon stürmten wir aufs Spielfeld, um unseren Sieg zu feiern.
Ich bin ehrlich, so spannend hätte das Spiel nicht sein müssen. Aber die Energie und der Kampfgeist der zweiten Hälfte hat mir wieder gezeigt, was für ein unglaublich (nerven-)starkes Team wir sind. So entschieden wir das Spiel (ich kann es immer noch nicht ganz glauben) für uns mit einem Endstand von 21:24.
Am nächsten Sonntag, dem 22.03., um 15 Uhr spielen wir endlich wieder in heimischer Halle gegen den TSV Ellerbek.
Wir freuen uns auf eure Unterstützung!
Bis dahin,
Eure Sarie und Mia
