Motte blickt auf zwei goldene Pluspunkte in dieser herausfordernden Zeit

Ach ihr lieben Divenfans,

was erleben wir da gerade bitte für eine Ausnahmesituation? Ich spiele nun seit über 20 Jahren in unserem Verein – aber so etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Seit zwei Wochen ist unsere Halle komplett gesperrt. Spiele müssen abgesagt oder verlegt werden, Trainingseinheiten finden in den Hallen umliegender Städte statt.
An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an den Sports Club Lauenburg, den TSV Schwarzenbek und die HSG Tills Löwen. Das ist alles andere als selbstverständlich. Es zeigt einmal mehr: Wir spielen alle Handball – und dieser Sport verbindet, auch über Vereinsgrenzen hinaus.

Was Daniel und Sabrina aktuell organisieren, um uns weiterhin Trainingsmöglichkeiten zu schaffen, ist wirklich bemerkenswert. Danke euch beiden für euren unermüdlichen Einsatz!
Auch wenn wir weder Heimspiele noch Trainingseinheiten in der Hasenberghölle absolvieren können, stehen dennoch Auswärtsspiele an – so auch am vergangenen Sonntag. Wir waren zu Gast bei den Mädels von Hamburg-Nord. Das Hinspiel konnten wir seinerzeit deutlich für uns entscheiden, dennoch war uns klar: Uns erwartet eine junge, agile Mannschaft. Trotz der etwas anderen Vorbereitung gingen wir geschlossen und fokussiert in den Spieltag.
Es sollte im wahrsten Sinne des Wortes eine frostige Angelegenheit werden – auch in der Halle unserer Gegner funktionierte die Heizung nicht richtig. Also wärmten wir uns in langen Sachen auf und versuchten, die Kälte so gut es ging zu ignorieren.

Aufgewärmt und bereit starteten wir ins Spiel. Unser Ziel war klar: viele Tore über die erste und zweite Welle erzielen, um Kräfte zu sparen. Das gelang uns von Beginn an gut. In der 4. Minute brachte uns Sabrina mit dem 2:3 erstmals in Führung. Von da an drehten wir richtig auf und erspielten uns bis zur 17. Minute durch konsequentes Tempospiel eine Sieben-Tore-Führung. Natürlich schlichen sich hier und da kleinere Fehler im Abschluss ein, doch bis zum Halbzeitpfiff bauten wir unseren Vorsprung weiter aus und gingen mit einem klaren 7:17 in die Kabine.
Mit wenigen, aber deutlichen Worten von Daniel und Lemmis treffendem Gedanken „Hier steht es wieder 0:0“ starteten wir in die zweite Halbzeit.

Leider gelang es uns nicht, an die starke erste Hälfte anzuknüpfen. Wir ließen zu viele gut herausgespielte Chancen liegen und gingen nicht mehr mit der letzten Konsequenz in unsere Aktionen. Dadurch kam der Gastgeber etwas besser ins Spiel. Wirklich gefährlich wurde es zwar nicht mehr, doch wir nutzten unsere Möglichkeiten nicht konsequent genug. Die Partie plätscherte phasenweise etwas dahin.

Über die Leistung der Unparteiischen ließe sich sicherlich auch noch das ein oder andere Wort verlieren – aber wie Daniel vor dem Spiel so schön sagte: „Stumm lächeln und abnicken.“ Wie gut, dass niemand in unsere Köpfe schauen kann. 😊 Mit den Händen in den Taschen ein Spiel zu leiten, muss man schließlich auch erst einmal können.
Am Ende gewinnen wir trotz einer ausbaufähigen zweiten Halbzeit deutlich mit 16:27 und nehmen zwei wichtige Pluspunkte mit zurück an die halb eingefrorene Elbe. Gerade jetzt ist jeder Punkt Gold wert.
Ein großes Dankeschön an unsere mitgereisten Fans, die die Halle zeitweise in ein Heimspiel verwandelten – was da an den Trommeln los war, war wirklich beeindruckend!

Wie und wann unser nächstes Spiel stattfindet, steht aktuell noch nicht fest. Wir hangeln uns von Woche zu Woche. Eines können wir allerdings schon sagen: Das Heimspiel in der kommenden Woche wird leider nicht stattfinden.
Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden. Diese Zeit ist eine große Herausforderung, aber ich bin überzeugt: Als Team und als Verein schaffen wir das – gemeinsam.

Bis dahin: Haltet euch warm und genießt den Schnee … falls ihr davon noch nicht genug habt.

Eure Motte

[Ich starre übrigens gerade kopfschüttelnd aus dem Fenster und kann kaum glauben, dass es schon wieder seit über vier Stunden ununterbrochen schneit – mir reicht es jetzt wirklich.]