Elbdiven bieten dem Tabellenführer lange Paroli

Nach 8 Siegen in Serie kam der Tabellenführer aus Hohn in die Hasenberghölle. Dass die Elbdiven sich in der Liga nicht verstecken brauchen, haben sie eindrucksvoll bewiesen. Perfekt eingestellt legten sie auch gleich ein gutes Tempospiel vor und spielten die offensive Deckung der Gäste ein ums andere Mal aus.

Die Eider Harde konnte sich einmal mehr auf ihre Top-Torschützin Ellis Meg Bruhn und die mit viel Spielverstand ausgestattete Margit Rohwer verlassen. So blieb es ein schnelles, enges Spiel, bei dem der Gästetrainer nach 11 Minuten und einer 6:4‑Führung der Elbdiven, das erste Mal Redebedarf anmeldete.

Eider Harde stellte sich nun wieder in eine defensivere 6:0‑Deckung, aber auch hier blieb das Kommando bei den Elbdiven. Bis zum 10:6 blieb die Heimmannschaft spielbestimmend und spielte fast fehlerfrei. Die Deckung stellte den Tabellenführer immer wieder vor Herausforderungen, und kam doch mal ein Ball durch, konnte man sich auf Lena Gansor-Kaatz im Tor verlassen.

Nun kam eine erste Schwächephase bei den Elbdiven, die die starken Gäste nutzten und mit einem 5:0 Lauf das erste Mal in der 22. Minute die Führung übernahmen. Die Lauenburgerinnen ließen sich aber nicht abschütteln und schlossen immer wieder auf. Nach dem 13:13 kurz vor der Pausensirene musste man noch ein ärgerliches 13:14 hinnehmen, aber das Spiel blieb weiterhin offen.

Die 2. Halbzeit begann, wie die erste endete. Es ging Tor um Tor und auch nach 41 Minuten hielten die Lauenburgerinnen ein 16:16 und die Hoffnung, den Tabellenführer an den Rand einer Niederlage zu bringen. Dann allerdings brachten sie sich um den Lohn ihres couragierten Auftritts. Einige Fehlwürfe und technische Fehler erlaubten es dem Tabellenführer, durch einen 9:0-Lauf entscheidend davonzuziehen.

Hinzu kamen einige freie Würfe, die nicht genutzt wurden, und die individuelle Klasse einzelner Gästespielerinnen. Die Niederlage geht in Ordnung, ist aber, sieht man den kompletten Spielverlauf, um 5–6 Tore zu hoch ausgefallen.
40 Minuten reichen gegen so einen Gegner nicht aus und das Team wird seine Lehren daraus ziehen. Für eine Überraschung hätten sie über das gesamte Spiel fast fehlerfrei spielen müssen, dies gelingt noch nicht ganz.