Motte blickt auf unseren erfolgreichen Ausflug mit Elli nach Silberstedt

Hallo liebe Divenfans,

was für ein Wochenende, was für ein Sturm!
Nachdem viele Spiele der Liga aufgrund von „Elli“ abgesagt oder verschoben worden waren, machten wir uns dennoch am Samstag auf den Weg nach Silberstedt.
Elli war und ist für uns eine altbekannte Freundin – und in jeder Hinsicht ein Joker. Also nutzten wir das schlechte Wetter als Motivation, um für diese Punkte alles zu geben. Es musste nur alles entsprechend geplant werden: eine frühe Abfahrt, genug Proviant (wovon Melo für jede Stimmungslage mehr als ausreichend für alle dabeihatte), unsere treuen „Edelfans“, die so schnell nichts aus der Bahn wirft, und eine große – riesengroße – Portion Willen und Ehrgeiz. Ach ja, nicht zu vergessen: Waschlappen und Trockenshampoo. Denn am Freitag erfuhren wir über eine Instagram-Story des Vereins:

„Heizungsausfall – Duschen solltet ihr zu Hause.“

Also machten wir uns um viertel nach zwei auf den Weg. Wir kamen hervorragend durch den Verkehr, denn je weiter nördlich wir fuhren, desto weniger Schnee und Eis lagen auf und neben den Straßen. Kurz nach fünf erblickten wir schließlich die Halle. Ein perfekter Zeitpuffer, um zwei Runden um die Halle zu spazieren, Kaffee zu trinken und mit Freude festzustellen: Die Heizung und das warme Wasser funktionierten wieder!
Wir hatten genügend Zeit, uns vorzubereiten, denn Anpfiff war erst um 19:45 Uhr. Irgendwann hieß es dann aber: Fokus an, Musik an – und los geht’s.

Die Aufwärmphase war sehr ruhig, fast so, als würde sich jede von uns ganz auf sich selbst konzentrieren. Eine kurze Ansprache von Daniel – und schon war Anpfiff.
Doch was dann folgte, wirkte irgendwie verschlafen. Das Spiel gestaltete sich zäh, vor allem in den ersten Minuten. Es passierte wenig, abgesehen von einer Vielzahl technischer Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten. Lena und ich überlegten schon, ob sich die Leute am Ticker fragten, ob das Spiel überhaupt angefangen hatte. Das erste Tor der Partie erzielte die Heimmannschaft in der 4. Minute, ehe Talia uns mit dem ersten Treffer in der 6. Spielminute erlöste. Schnell legten wir nach und gingen direkt in Führung.
Muschi stand zwischen den Pfosten wieder eins A und machte es den Mädels aus Treia extrem schwer, den Ball hinter die Linie zu bringen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, doch wir behielten die Führung. Ich zitiere hier einen Satz, den ich in der Kabine aufgeschnappt habe:
„In Treia ticken die Uhren anders.“
Und eins kann ich euch sagen – das stimmt zu 100 %.
Die erste Halbzeit zog sich ordentlich. Als Daniel sein erstes Timeout nahm, stand es in der 22. Minute 6:9. Zwar nutzten wir nicht jede Torchance und verspielten den ein oder anderen Ball, doch eines ist klar: Abwehr können wir. Und wie heißt es so schön? Spiele gewinnt man in der Abwehr.
Beim Halbzeitpfiff zeigte die Anzeigetafel ein 10:13.

Viele Worte hatte Daniel in der Kabine nicht für uns: dranbleiben, fokussiert bleiben… glaube ich zumindest – entweder habe ich es vergessen oder nicht ganz genau hingehört (tut mir leid, Daniel, ich höre sonst wirklich meistens zu – versprochen 🤞🏼).

Die zweite Halbzeit startete – und wir drehten auf. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff lagen wir plötzlich mit sieben Toren vorne. Joelle, Sabrina und Cassy nutzten die ausgespielten Chancen konsequent und ließen sich nur gelegentlich von schmerzhaften Fouls stoppen. Man merkte deutlich: Wir wollten es. Wir wollten diese zwei Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen.
Im Nachhinein sagte die ein oder andere Diva, es habe sich nie so angefühlt, als würden wir dieses Spiel aus der Hand geben – und da stimme ich euch voll zu. Selbst als Treia noch einmal auf drei Tore herankam, war klar: Diese Fahrt mit Elli im Gepäck sollte sich lohnen. Und wir wurden belohnt.
Mit einem 21:24 endete dieses kuriose Spiel. Nach einer heißen Dusche, zwei Pluspunkten, einem stolzen Trainer und Pizza machten wir uns auf den Rückweg nach Lauenburg.

Ein großes Dankeschön an Gerry für die Pizza für die Heimfahrt – und ein noch viel größeres Dankeschön an alle Fans, die die gegnerische Halle zu unserer gemacht haben. Ich meine, selbst den Busfahrer trommeln zu sehen, der uns lautstark anfeuerte, war schon ziemlich cool.

Die Entscheidung, die Musikbox in den „Kofferraum“ zu stellen, machte mich für einen kurzen Moment zum Buhmann des Abends – aber hey: gute Musik, lautes Mitsingen und Helge Schneider retteten die Heimfahrt.
Als wir um 1 Uhr wieder in Lauenburg ankamen, hieß es nur noch: ab ins Bett.
Am Montag geht es weiter – neuer Fokus, neues Spiel, starker Gegner.
Am kommenden Samstag empfangen wir um 17 Uhr den Tabellenführer aus Hohn. Zu Gast sind dann die Mädels der HSG Eider Harde.
Wir freuen uns auf euch, auf einen tollen Heimspieltag – und wisst ihr was? Ihr könnt wieder etwas gewinnen 🤫

Bis Samstag, haltet euch warm
eure Motte

„Aktuelle Tages-Toptemperatur am 11.01.26: –8 Grad ❄️“