Elbdiven entscheiden hektisches Fehlerfestival für sich

Hinten hui, vorne pfui – so in etwa lässt sich ein absolut zerfahrenes Spiel von beiden Teams zusammenfassen. Konnte man am letzten Wochenende noch die nahezu perfekten Angriffseffektivität der Elbdiven bestaunen, gab es am Sonntagnachmittag in Ellerbek Schonkost.

Schon zu Beginn erspielten sich die Gäste beste Chancen, die reihenweise ausgelassen wurden. Tore waren auf beiden Seiten Mangelware, die Effizienz beider Teams ließ zu wünschen übrig. Die Zuschauer sahen ein hektisches Spiel mit vielen technischen Fehlern, in dem sich das Heimteam in der 16. Minute auf 5:3 absetzen konnte. Die Elbdiven konterten nach einer Auszeit, aber auch der zwischenzeitlich erspielte 9:7 Vorsprung brachte keine Ruhe ins Spiel der Lauenburgerinnen.

Im Gegenteil, leichtfertig weggeworfene Bälle nutzte der TSV Ellerbek, um nicht nur auszugleichen, sondern mit einer psychologisch wichtigen 10:9 Führung in die Pause zu gehen. In der Kabine der Lauenburgerinnen wurde es kurzzeitig laut, denn Trainer Daniel Schwarz appellierte an sein Team, nicht mehr so planlos nach vorn zu agieren und so fahrlässig mit den Chancen umzugehen.

Es kehrte wieder Ruhe ein und der Matchplan für Halbzeit 2 wurde besprochen. Wach und mit dem Vorhaben, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen, starteten auch die Gastgeberinnen aus Ellerbek. Aus dem 10:9 Rückstand wurde ein 12:10, aber dann nutzten die Elbdiven eine 2-Minuten-Strafe gegen Sarah Lamp und übernahmen mit einem 4:0 Lauf wieder die Führung.

Diese hatte bis zum 15:13 bestand, ehe Ellerbek nicht nur ausgleichen, sondern mit dem 3:0 Lauf ihrerseits beim 16:15 wieder die Oberhand hatte. Trainer Daniel Schwarz hatte genug gesehen und bat sein Team zur Auszeit.

Das Spiel war unnötig hektisch und fehlerbehaftet, beide Teams gaben sich im Auslassen klarster Torchancen nichts und jetzt war es die Aufgabe des Trainers, sein Team bestmöglich auf die letzten 15 Minuten einzuschwören. Einfache Dinge spielen, auf die beste Torchance warten und ansonsten den Mitspieler bedienen. Die Elbdiven hörten zu und schafften es mit einer Energieleistung und der nötigen Portion Glück, die Führung in der 49. Minute wieder an sich zu reißen.

Mit einem 17:17 ging es in die letzten 9 Minuten. Die Elbdiven legten wieder das 18:17 vor, konnten in der 55. Minute sogar auf 19:17 erhöhen, aber verpassten den Deckel darauf zu machen, als sie einen 7 Meter vergaben. In Minute 58:49 gelang Ellerbek der glückliche Anschluss und die Elbdiven schafften es im folgenden Angriff nicht, sich trotz der Auszeit eine klare Torchance zu erspielen. Im drohenden Zeitspiel nahm sich Talia Gümüsdere den Wurf und versenkte den Ball 26 Sekunden vor Schluss zum entscheidenden 20:18. Der letzte Angriff der Gastgeber konnte geblockt werden und die Freude über den hart erkämpften Auswärtssieg war Spielern und Trainerteam anzusehen.